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Busch-Blog

Von und über Wilhelm Busch

Dieser Blog ist dem niedersächsischen Dichter, Künstler, Erfinder der Graphic Novel und Weltweisen Wilhelm Busch gewidmet. Im Laufe der Zeit werde ich an dieser Stelle Texte aus verschiedenen seiner Werke, aber auch eigene Überlegungen zu Busch veröffentlichen.

Donnerstag, 21. Juni 2018
Ach Ja(hr) ...

Frühling, Sommer und dahinter
Gleich der Herbst und bald der Winter –
Ach, verehrteste Mamsell,
Mit dem Leben geht es schnell.

Donnerstag, 7. Juni 2018
Siegerklassen des Wolfenbütteler Comicpreises in Hannover

Durch den Geheimgang des Landtags und im
Museum Wilhelm Busch

Um den genialen niedersächsischen Künstler Wilhelm Busch wieder enger mit Wol-fenbüttel in Verbindung zu bringen und ihn an die Jugend heranzuführen, wurde 2017 der Wolfenbütteler Comicpreis „Wilhelm Busch & Co.“ für Einzelkünstler und Schulklassen gestiftet. Gesucht wurden Comics zum Thema „Max und Moritz heute. Streiche von Mädchen und Jungen in unserer Gegenwart – als Comic gezeichnet und erzählt.“
Für die besten Klasseneinsendungen wurden Fahrten nach Hannover mit Besichti-gung des „neuen“ Landtages und des Museums „Wilhelm Busch“ sowie 500 € für die Klassenkasse vergeben. Den Ersten Preis gewann die Klasse 8.1 der Werla-Schule Schladen, einen der Zweiten Preise erhielt das Gymnasium Kleine Burg, Braunschweig. Mit einem Bus von DerSchmidt, neben der Curt Mast Jägermeister Stiftung und den Wolfenbütteler Wirtschaftsgesprächen einer der Hauptsponsoren, erreichten die Schüler und die sie begleitenden Lehrkräfte bei strahlendem Frühsommerwetter die Landeshauptstadt.
Begrüßt und betreut wurden die Gäste von Landtagsvizepräsident Frank Oesterhel-weg und seinen Mitarbeitern. Schwungvoll und gut gelaunt führte er die Besucher zunächst aus dem beeindruckenden, 2014 bis 2017 völlig neugestalteten Landtagsgebäude in das Provisorium, welches das Parlament zuvor benutzt hatte. Man ging durch einen (nichtöffentlichen) Tunnel, der in den 70er Jahren angelegt worden war, um Abgeordnete, Mitarbeiter und Besucher vor Anschlägen der RAF zu schützen. Keinem der Gäste war dieser bis dahin bekannt. Zurück im neuen Plenarsaal wurde vom Landtagsvize dann die Parlamentsarbeit nicht nur in Niedersachsen erläutert und mit den Jugendlichen diskutiert.
Danach spazierte man mit einer kurzen Erläuterung am Denkmal der „Göttinger Sieben“ vorbei zur Rückseite des Landtages (ehemals Welfenschloss). Dort gab es ein abwechslungsreiches Picknick unter alten Bäumen an der Leine.
Im zauberhaften Georgenpalais oder Wallmodenschlösschen inmitten des Georgen-gartens konnten sich die Besucher am Nachmittag an den Schätzen der international renommierten Sammlung „Wilhelm Busch — Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst“ vergnügen. Eine Führung der Stellvertretenden Museumsdirektorin Ruth Brunngraber-Malottke durch die Busch-Abteilung stand im Mittelpunkt. Doch auch der eigenständige Rundgang durch eine Ausstellung von angriffslustigen Zeichnungen des bedeutenden englischen Karikaturisten Gerald Scarfe und das Stöbern im reich bestückten Museumsshop waren anregend und erheiternd.
Das Ergebnis des Tages fasste eine der begleitenden Lehrerinnen so zusammen: „Die Exkursion hat den Schülern und mir Spaß gemacht, und wir waren überrascht, dass es so unterhaltsam war.“

Im Auftrag der Initiative „Wolfenbütteler Comicpreis
Dr. Georg Ruppelt
Mobil: 0170 81 90 444
Mail: georgruppelt@t-online.de
www.georgruppelt.de

Donnerstag, 10. Mai 2018
Sommer - Sonntag - Sonnenschein

Sommer - Sonntag - Sonnenschein. -
Blühende Kirchhofslinde
Nickt durchs zerbrochene Fenster hinein
Der Kirche im Morgenwinde.

Vogel fliegt dort ein und aus
Friedlich am Sonntagmorgen,
Oben im stillen Gotteshaus
Glaubt er sein Nest geborgen.

Kirche - Orgel und Choral,
Warm ist's im Kirchenraume;
Dorfes Mütterchen allzumal
Nicken behaglich im Traume.

Still Gesang. Das Wort beginnt:
Gott kommt in Strafgewittern;
Worte so da geschrieben sind:
Heulen und Kniezittern. -

Jeder Schläfer fährt so bang
Auf aus behaglichem Traume.
Doch der Vogel, der Vogel sang
Laut ein Lied in dem Raume.

War ein Lied vom Sonnenschein,
Frühling und Frühlingstriebe:
War ein Lied so hell und rein;
Frühling und Gottes Liebe!

Dummen Vogels dummes Lied,
Dachte der Küster verdrossen.
Als er, der letzte, die Kirche mied,
Hat er das Nest zerstoßen.

Ängstlich flattert das Vögelein
In der blühenden Linde,
Die da nickt zum Fenster hinein
Der Kirche im Morgenwinde.

Freitag, 27. April 2018
Nordlicht

Nordlicht

Lieber Erich!
Meinen Dank für die schönen Forellen! Du hast mir wirklich eine angenehme Überraschung damit bereitet, um so mehr, als Hermann, dem ich Auftrag gegeben, mir schreibt, daß er in Ülzen keine hätte auftreiben können. In einer Stunde sollen sie gegeßen werden und mir hoffentlich gut schmecken, obgleich ich mein einziger Gast bin.
Sonntag denk ich wieder in Wolfenbüttel zu sein. Ich habe dir, glaub ich, gesagt, daß ich dort eine Bretterbude mit Nordlicht habe aufschlagen laßen, um drin zu malen, was mir zur Abwechselung durchaus Bedürfniß ist. Im Sommer wird's aber natürlich unerträglich heiß darin; drum muß ich die kühlere Frühlingszeit benutzen und darf also vorläufig an eine Fahrt nach Ilfeld nicht denken, so gern ich Bornbusch und deine Schwester nach so langer Zeit auch mal wieder sähe. […]
An Erich Bachmann. Wiedensahl, 03. 05. 1876 (Briefe 1, S. 167.)

Freitag, 13. April 2018
Comicstadt Wolfenbüttel IV

Wolfenbüttel-Comic — erfolgreich und nicht nur komisch

Mit der „Stadtgeschichte als Comic" von Tobias Wagner ist der Stadt Wolfenbüttel als Herausgeberin ein echter Coup gelungen, der weit über das Jubiläumsjahr hinausreichen wird. Mit Recht diskutieren die Spitzen von Politik und Verwaltung bereits in der vierten Woche nach seinem Erscheinen öffentlich, ob der Comic nicht Schullektüre werden sollte.
Der Aviso-Autor hat über seinen Email-Verteiler Freunde jedweder Geschlechts- und Alterszugehörigkeit in- und außerhalb Niedersachsens über den Wolfenbüttel-Comic informiert und einige sehr sympathische Rückmeldungen erhalten, wie etwa diese eines gestandenen Landeshistorikers: „Der WF-Comic ist wirklich super! Könnten Sie mir ein Ex. besorgen?“
Offenbar hat Bürgermeister Pink die Sachlage richtig eingeschätzt. Auf die Aviso-Frage „Warum ein Comic als Festschrift zum 900-jährigen Jubiläum Wolfenbüttels?“ antwortete er: „Weil es einmal eine ganz andere Art ist, eine Stadtgeschichte lebendig und für ein breites Publikum zu erzählen und zu zeigen!“
Tobias Wagner gab auf Fragen nach dem Entstehungsprozess folgende Antwort: „Schwierig im Sinne der bildlichen und inhaltlichen Umsetzung war die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Hier wollte ich aus verständlichen Gründen weg von lustigen Bildern. Ich habe lange überlegt, wie ich das Thema um-setze und bin auch durch Gespräche mit Personen, deren Meinung mir wichtig ist, zu der jetzigen Version gekommen. Schlicht, dunkel und bewusst abgesetzt vom restlichen Inhalt.
Die Gebäude der Stadt zu, war eine Herausforderung. Gebäude sind doch so ganz anders als meine Figuren. Doch ich denke, dass alles gut geklappt hat und man alle Gebäude erkennen kann. Vor allem die Gebäude, die heute (so) nicht mehr existieren, fand ich spannend.
Spaß hatte ich bei allen Themen. Besonders am Herzen lag mir die Umsetzung des Escher-Bildes. So bekam ich einen neuen Blick auf seine Arbeitsweise. Und gefreut habe ich mich, als ich die Zustimmung von der Escher-Company aus den Niederlan-den bekam, das Bild nutzen zu dürfen.
Generell war es für mich spannend, aus den zahlreichen Geschichten kurze Episoden zu machen. Ich glaube, ich habe alle Bücher über Wolfenbüttel aus der Bücherei ausgeliehen und gelesen.“
AVISO-2018-04-04-Wolfenbüttel-Comic-IV

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